Donnerstag, Mai 07th, 2009 | Author:
funky
“China Inf is for noobs” sprach vor einigen Jahren ein weiser Prophet, und meinte damit, dass die schnell und einfach produzierten chinesischen Bodentruppen wohl ein wenig zu stark wären. Aber auch ich frage mich, wie lange es noch dauern wird, bis die 1,33 Milliarden Chinesen so präsent und allgegenwärtig sein werden, wie es sich laut ihrem Anteil (~ 20%) an der Weltbevölkerung (derzeit 6.75 Mrd.) eigentlich ergeben müsste.
Aus Platzgründen, aber auch aus aktuellem Anlass, möchte ich mich nur auf einen sehr kleinen Teil der Globalisierung bzw. Chinesisierung beschränken. Genauso wie Burger-Ketten, Kaffee-Ketten und ähnliches von den USA (~ 300 Mio. Einwohner, also nur ca. 4 % der Weltbevölkerung) ihren Weg in die alte Heimat – also nach Europa – gefunden haben, findet man seit langem auch zahlreiche chinesische Restaurants bei uns an. more…
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Montag, Mai 04th, 2009 | Author:
funky
Nach einer sehr interessanten Lehrveranstaltung habe ich heute erfahren, wie valide gut gemachte empirische Forschung sein kann. Leider nutzt jedoch die beste Forschung und Aufbereitung nur wenig, wenn mit den gesammelten Daten bestimmte Kundengruppen bedient, oder bewusst Schlagzeilen erzeugt werden wollen.
Eines dieser Beispiele ist ein Artikel auf news.ORF.at, welcher sich wiederum auf eine Nachricht der APA (Austria Presse Agentur) bezieht. Die Schlagzeile lautet: “Umfrage: Nur 21 Prozent wollen zur EU-Wahl gehen” – darunter liest man folgendes:
Bei der Europawahl am 7. Juni droht in Österreich und auch in anderen EU-Ländern eine historisch niedrige Wahlbeteiligung.
Wie aus einer der APA vorliegenden unveröffentlichten Eurobarometer-Umfrage im Auftrag des Europaparlaments hervorgeht, gaben EU-weit nur 34 Prozent der Befragten an, dass sie wahrscheinlich zur Wahl gehen werden. In Österreich erklärte nur jeder Fünfte (21 Prozent), wahrscheinlich an dem Urnengang teilzunehmen.
Zunächst möchte ich auf die mitlerweile veröffentlichte Präsentation der Eurobarometer-Umfrage des Gallup-Institutes hinweisen, welche man als PDF auf der Website herunterladen kann.
In dieser findet man die 21% Wahlgeher jedoch nicht. Es wird die aktuelle und zukünftige Erwartung gezeigt, die EU-Bewertung geschildert, es werden einzelne EU-Institutionen genannt und schlußendlich findet man auf der vorletzten Seite eine Aufstellung der Wahlbereitschaft. Diese wird mit 50% für “eher ja” und 49% für “eher nein” angegeben. Im Detail wird noch auf Geschlechtertrennung und Altersstufen unterschieden. more…
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Montag, März 09th, 2009 | Author:
Luke
Die CeBIT hat dieses Jahr dank der Wirtschaftskrise 25% weniger Aussteller gehabt als im Vorjahr. Desto trotz gibt es einen Haufen an CeBIT Highlights. Ich habe ein bisschen in YouTube recherchiert und stelle mal ein paar interessante Dinge vor. Da solche Highlights in bewegten Bilder noch interessanter sind, gibt es überall ein Video dazu.
PC fürs Wohnzimmer: Eee Keyboard
Der Trend geht am Massenmarkt hin zu einfach bedienenden PCs. Asus hat mit dem Eee Keyboard nun einen PC in die Tastatur verpackt. Das Interessante: Die Tastatur besitzt einen touch LCD für kleine Anwendungen wie Taschenrechner etc., die Bildwiedergabe erfolgt jedoch am Fernseher über Wireless HDMI Anschluss!

Videos zum Eee Keyboard
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Donnerstag, Januar 08th, 2009 | Author:
Orgi
Microsoft-Chef Steven Ballmer kündigte heute an, dass morgen (9. 1. 2009) die Beta-Version von Windows 7 zum kostenlosen Download bereitgestellt wird.
Das Betriebssystem, mit dem Redmond Windows Vista ersetzen will, soll für die Abonnenten der Microsoft-Dienste TechNet, MSDN und TechBeta ab sofort herunterzuladen sein.

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Freitag, Januar 02nd, 2009 | Author:
funky
In den ersten Jahren von Ebay, 12sold und co konnte man viele Produkte wirklich günstig im Internet ersteigern. Doch ist das heute noch so?
Nach und nach erweiterte sich die Produktauswahl dieser Websites genau so schnell wie die Anzahl der Mitbietenden. Auch durch die große Zahl an Händlern, die ihre Produkte gleich direkt in Auktionshäusern verkauften, stieg die Menge an Käufern (derzeit etwa 276 Millionen weltweit bei Ebay). Der Bekanntheitsgrad, der allgemeine Zugang zum Internet und die heutige Bequemlichkeit online einzukaufen erhöhen die Nachfrage im Web sehr stark. Und so ist lange schon kein Schnäppchen mehr, was ein Schnäppchen zu sein scheint. Und hat man dann doch einmal Glück und kann um 3:45 Uhr in der Früh das höchste Gebot abgeben, entpuppt sich das bestellte Produkt so gar nicht als das was man sich darunter vorgestellt hatte. Von Fehlfunktionen und defekten Artikeln ganz zu schweigen.
Ein heute gestartes Internetportal bringt dagegen wieder frischen Wind in den Online-Marktplatz. Auf www.raffle.at kann man für wenig Geld ganz groß abstauben. Ein wenig Glück vorausgesetzt.

RAFFLE.AT hat es sich zum Ziel gesetzt, Verkäufer und Käufer in Österreich zusammenzubringen und den Verkauf über ein Los-System abzuwickeln.
Ein neues Ferien-Haus im Burgenland? Ein dicker Katamaran am Meer? Und das für wenig Geld? more…
Mittwoch, November 19th, 2008 | Author:
funky
In gut einem Jahr ist aus der amerikanischen Immobilienkrise eine schon lange nicht mehr dagewesene Finanzkrise geworden. Viele fragen sich jedoch immer noch, wie es dazu kommen konnte und weshalb alle Notbremsen und Aufsichtsbehörden anscheinend wirkungslos waren.
Ich versuche mit dem heutigen Eintrag ein wenig die Hintergründe aber auch den Verlauf der Krise zu durchleuchten.
Entwicklungen die zur Krise geführt haben:
Einerseits wären hier das durch die großen Zentralbanken geförderte enorme Geldwachstum zu nennen. Die Federal Reserve (FED, Zentralbank der USA ), die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of Japan (BOJ) haben in den letzten Jahren immer fleißig neues Geld in den Markt gepumpt, um die Wirtschaft anzuregen und die Inflation konstant zu halten. more…
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Donnerstag, Oktober 23rd, 2008 | Author:
funky
Neben der allgemein bekannten planmäßigen Abschreibung (ein Gebäude wird jedes Jahr um zB 3% abgeschrieben => weniger Wert => Aufwand => weniger Gewinn => weniger Steuerschuld) gibt es auch die sogenannte außerplanmäßige Abschreibung.
Diese muss nach §204 (2) UGB im Falle einer dauerhaften Wertminderung vorgenommen werden – selbst wenn es sich um ein nicht abnützbares Anlagegut (zB Grundstück) handelt. Der daraus resultierende Vorteil: Es entsteht ein Aufwand und reduziert wiederum die Steuerschuld. Der Nachteil: man wird (zumindest buchhalterisch) ärmer.
Genauso muss man aber gemäß §208 (1) UGB diese Anlage wieder aufwerten (unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibung), wenn der Grund für die vorherige Abwertung weggefallen ist. Hierdurch entsteht jedoch ein Gewinn, welcher natürlich zu versteuern ist. Man muss Steuern bezahlen obwohl nur buchhalterisch Reicher geworden ist, jedoch in der Kassa um keinen Cent mehr hat.
Die Lösung für dieses Problem ist der zweite Absatz des §208 UGB welcher aufs Einkommensteuergesetz verweist. Der niedrigere Wertansatz darf beibehalten werden, wenn er auch im Jahresabschluss beibehalten wird. Laut §6 Ziffer 13 muss die Aufwertung nur bei Beteiligungen (im Sinne des §228 (1) UGB) erfolgen.
Interessant ist dabei noch §235 Ziffer 1, welcher besagt, dass ein aufgrund einer Zuschreibung entstandener Gewinn nicht ausgeschüttet werden darf.
Hier in einem Beispiel verdeutlicht:
- Unternehmer Meier kauft ein Grundstück um € 100.000,-
- Im nächsten Jahr fallen die Grundstückspreise und das Grundstück ist nur mehr €60.000,- wert, da das Grundstück von Gewerbefläche auf Landwirtschaftliche Nutzung um gewidmet wird. Er muss € 40.000,- außerplanmäßig abschreiben. Natürlich verringert er dadurch seinen Gewinn (wenn er denn einen hat) und dadurch seine Steuerschuld.
- Im dritten Jahr kommt heraus, dass es sich um einen Fehler der Gemeinde handelt. Die Fläche ist weiterhin Gewerbefläche: Meier kann nun auf die € 100.000,- aufwerten, müsste dadurch jedoch einen Ertrag von € 40.000,- (die ist er buchhalterisch reicher geworden) einbuchen. Und diese muss er natürlich auch voll versteuern – also für etwas Geld bezahlen, wo er kein Geld bekommen hat.
- Im schlechtesten Fall hat dies zur Folge, dass Herr Meier die Abschreibung von € 40.000,- im zweiten Jahr (mangels vorhandenen Gewinn) nicht nutzen konnte und im dritten Jahr für den Ertrag von € 40.000,- Steuern bezahlen muss (bei einem 25% Satz wären das 10.000,- Steuern). Diesen Gewinn darf Herr Meier jedoch nicht entnehmen (Steuern zahlen ist jedoch kein Problem ;) )
- Er hat jedoch die Möglichkeit, die Aufwertung nicht durchzuführen und so der Steuer zu entkommen. Muss jedoch im Anhang der Bilanz diese stille Rücklage aufweisen und für den Fall, dass er sie irgendwann verkauft, für den dadurch höher erzielten Verkaufsbetrag natürlich dementsprechend ebenfalls Steuern bezahlen.
An diesem Beispiel ist sehr schön die Maßgeblichkeit und das hier vorhandene Wahlrecht ersichtlich. Das Unternehmensrecht erlaubt es, die Aufwertung wahlweise durchzuführen, referenziert dabei jedoch auf das Steuerrecht. Das Steuerrecht verneint dies nicht direkt, sondern verpflichtet zu einer Aufwertung nur bei Beteiligungen, verweißt damit wieder zurück ins Unternehmensgesetzbuch.
Frei nach Martin Nußbaumer, Bilanzierung, FH Wiener Neustadt
Donnerstag, Oktober 23rd, 2008 | Author:
funky
Wieso funktionieren manche Einkaufszentren – und weshalb sind manche wie ausgestorben?
Was macht die SCS so erfolgreich?
Wichtig ist neben einem Knoten-Linie-Knoten-Linie-Knoten System (Dorfplatz – Verbindung – Dorfplatz usw.) auch die richtigen “Ankermieter” zu bekommen. Hier sind die großen Fünf, die “Must-Have” Geschäfte eines Einkaufszentrums, die mit ihrem Sortiment nicht nur eine Minderheit ansprechen, sondern 99% der Kunden:
- Lebensmittelhändler (Merkur, Interspar mit 1500-2000 m²)
- Elektronikhändler (Media Markt, evtl. Saturn oder Cosmos)
- Kleidungsgeschäft (H&M)
- Sport & Freizeitgeschäft (Intersport)
- Gesundheit & Schönheit (DM)
Diese Big Five sind wesentlich für den Erfolg eines Einkaufszentrums. Ohne diese würden die kleinen “Sateliten” Geschäfte zwischen den Knotenpunkten nicht funktionieren.
(Frei nach Thomas Malloth / Immobilienmanagement / FH Wr. Neustadt)