In San Diego fand am Wochenende die ComiCon statt, klar, dass Valve dort auch wieder einige neue Bilder und Infos zum Nachfolger Left 4 Dead 2 präsentierte. Die Infos und Videolinks stammen von hlportal.de, vielen Dank an dieser Stelle, ich möchte nun etwas näher auf die einzelnen Videos und Infos eingehen.
Was gibt’s Neues?
Nunja, einiges. In den Video kann man schon deutlich die Auswirkungen des Spitters sehen und den neuen Granatwerfer bewundern. Außerdem sieht man einige neue Stellen der Kampagne “Swamp Fever” samt Intro. Man kann bestaunen, wie der Charger seine Opfer auf durch die Luft und auf den Boden schleudert, wie blutig und effektiv die Axt als Nahkampfwaffe ist und wie sich eine Adrenalinspritze auswirkt.
Weiters kann man noch einige neue Spielszenen der beiden Kampagnen bestaunen und auch die kürzlich erwähnten Mudmen in Aktion erleben. Außerdem hat man von einem weiteren Spezialzombie gehört. Neben den feuerfesten Hazardsuite-Zombies, den schnellen auf allen Vieren laufenden und mit Dreck schleudernden Mudmen sollen nun auch kugelsichere Polizisten-Zombies im Spiel auftauchen, die nur von hinten zu erledigen sind.
In L4D2 sollen sich nicht mehr zwangsläufig 4 Medikits in den Saferooms befinden, diese sind nun auch im Level stärker verteilt und man kann sich somit nicht darauf verlassen, dass man am Ende einer Karte mit seine Wunden alle schön heilen können wird.
Review auf Kotako.com
“The Parish” fühlte sich noch fast wie Left 4 Dead 1 nur mit Sonnenlicht und 4 neuen Charakterskins an und man merkte kaum wirkliche Unterschiede sodass die Fans zurecht die Entscheidung für ein Sequel in Frage stellten. Doch in “Swamp Fever” merkte man schon deutlicher, dass Left 4 Dead 2 ein anderes Spiel ist und etwas andere Wege geht.
Zum Beispiel der Spitter: Sie speiht eine giftig-gelbe Flüssigkeit aus welche die Überlebenden über Zeit schadet und somit wie der Charger die Gruppe aufteilt. Das Gift klingt wie ein Bienenschwarm, sieht aus wie kochendheiße Lava und brennt wie Säure. Es erinnert stark an Napalm, da man es nicht einfach in Wasser abwaschen kann und somit doch recht gefährlich ist.
Auch die Mudmen sind nicht zu unterschätzen, da sie durch ihre kauernde Haltung und ihre Agilität schwerer zu treffen sind. Vor allem sind ihre Schlammattacken nicht ohne, da sie einem die Sicht verdecken. Auch der Hunter krabbelt auf allen Vieren und ist somit ebenfalls – wie die Mudmen – vom Wasser verdeckt, was ihn in den Sumplevels ebenfalls zu einem starken Gegner macht.
Die Sümpfe bieten den Infizierten generell mehr Vorteile, da sich die Überlebenden im Wasser langsamer bewegen und das Wasser als Deckung für Infizierte genutzt werden kann. Überlebende müssen deshalb zusehen, dass sie außerhalb vom Wasser bleiben, was sich jedoch nicht ganz vermeiden lässt.
Weiters beinhaltet “Swamp Fever” mindestens 2 der angekündigten Spießroutenläufe, bei denen man sich nicht einfach in ein Eck hocken kann und wartet, bis alles vorbei ist. Zum einen müssen sie eine Fähre von der anderen Seite des Flusses rufen, ohne sich irgendwo gut verschanzen zu können, zum anderen müssen sie in und um ein abgestürztes Flugzeug kämpfen, was richtig fies ist, da die Gänge sehr eng und die Flügel recht offen sind.
Alles in Allem fühlt sich Left 4 Dead 2 nun wesentlich einzigartiger an und geht auch weiter in die Tiefe. Durch die neuen Items, Waffen und Zombies, sowie den neuen Wetterstimmungen und der Atmosphäre unterscheidet es sich mittlerweile schon deutlicher vom Vorgänger. Außerdem verspricht Valve ja noch viele weitere Neuerungen, wie zum Beispiel 2 weitere Kampagnen, 2 weitere Bossmonster und noch einige abnormale normale Infizierte.
Neue Videos
Swamp Fever – Eröffnungsvideo und Gameplay
Hier kann man zum ersten Mal das Intro dieser Kampagne bestaunen und Spieler, die sich erstmals nicht ungeschickt anstellen. Zu Beginn erkennt man, dass der Charger kein Equivalent zum Tank ist, sondern eher ein etwas stärkerer Bosszombie wie der Hunter oder Smoker ist. Den Charger kann man nämlich ganz leicht mit einem Hieb der Bratpfanne zur Strecke bringen. Weiters sieht man die AK47 und den neuen Granatwerfer in Aktion, sowie einen gelb vergifteten Steg.
Interview mit Doug Lombardi
Das Interview mit Doug Lombardi geht dieses Mal in eine ganz andere Richtung. Während die letzen Video noch über den Community-Aufreger und den Preis und die Neuerungen in Left 4 Dead 2 handelten, erfährt man hier mehr über die New Orleans Kampagne. Warum man gerade diesen Ort ausgewählt hat und warum man in den Süden Amerikas wechselte. Ein der Antworten: Es gibt hier viel Abwechslung, das sieht man auch an der Tageskampagne in der Stadt und der Nachtkampagne in den Sümpfen.
Der Granatwerfer
Eine Waffe mit ordentlich Wumms. Der Granatwerfer scheint überall dort nützlich zu sein, wo ein großer Haufen an Zombies gerade herumschlurft. Wie man im Video auch sieht, sehr praktisch zum Befreien von Kameraden am Boden, bleibt die Frage, wie stark man die Kameraden damit auf “Expert” schadet. In jedem Fall ist er sicherlich sehr nützlich gegen Tanks! Bleibt zu hoffen, dass der Granatwerfer nicht imbalanced ist…
Melee-Waffe: Axt
Auch wenn der Spieler in diesem Video etwas ungeschickt ist, sieht man, wie stark die Axt doch ist, zumindest gegen normale Zombies. Auch gegen Hunter, Smoker, Boomer und Charger ist sie eine One-Hit-Kill-Waffe. Ich hoffe, dass sie wie die Pfanne nicht imbalanced auf das Spielgeschehen wirkt und im Expert-Modus auch einen Teamkameraden mit einem Hit zu Boden bringt. Weiters handelt man sich mit der Axt bei vielen Zombies einen sehr blutigen Bildschirm ein, der die Sicht doch stark einschrenken kann.
Sumpflevel mit Mudmen
Die Mudmen sind schneller als normale Zombies, sie bewegen sich auf allen Vieren und werfen mit Schlamm, der die Sicht einschränkt. Auch, wenn dieser Effekt noch recht dürftig aussieht bringen sie doch eine passende Abwechslung in die Kampagne. Ich hoffe, dass Valve in Zukunft noch mehr dieser speziellen normalen Zombies einbaut!
Spitter & Charger
Hier ein kurzer Ausschnitt, wo man wieder den vergifteten Bereich allerdings nicht den Spitter selbst sieht. Den Überlebenden wird innerhalb des gelb leuchtenden Bereichs Lebensenergie abgezogen, ähnlich wie beim Feuer – nur dass ein feuerspeiender Zombie recht unsinning wirken würde. Auch den Angriff eines Chargers kann man am Ende mitansehen.
Adrenalinspritze im Endkampf
Hier sieht man schön den letzten Teil eines
Endkampfes
Interview mit Doug Lombardi mit Spielszenen im Hintergrund
Doug erklärt, dass im ersten Left 4 Dead die Spieler sich die Kommentare wie “Boomer”, “Weapons here!” usw. abgeschaut haben und auch über TeamSpeak & Co. so einsetzen. Jetzt wollen die Entwickler im zweiten Teil die Kommentare mehr Inhaltsbezogen machen, damit das Spiel mehr Tiefe erhält.
Er erzählt einiges über die Wegfindung und darüber, das Skriptsequenzen nie wirklich funktionieren würden, weil es einfach zu sehr stoppen würde. Die notwendigen Infos bekommen die Spieler während dem Spielen zum Beispiel durch Grafitti, Objekte, Durchsagen oder ähnliches.
Er meint auch, dass die “Valve Time” nicht mehr stimmen würde und sie hoffentlich Left 4 Dead 2 am geplanten Datum veröffentlichen können. Es ist wieder etwas neues für Valve, da sie noch nie so schnell ein Sequel für ein Spiel herausgebracht haben. Naja, mal sehen, ob der Begriff Valve Time mit Left 4 Dead 2 seine Berechtigung verlieren wird. Außerdem erwähnt er, warum Half-Life in Episoden rauskam und was dabei so viel Zeit verschlang und auch bei Left 4 Dead 2 viel Zeit verschling.
In Safehouses befinden sich nun nicht mehr zwangsläufig Medikits. Diese sollen nun mehr in den Karten verteilt werden und mehr Taktik und Realismus in das Spiel bringen. Eine gute Idee, meiner Meinung nach, die sie auch mit Waffen durchsetzen sollten.
Und er verdeutlicht nochmals, dass Left 4 Dead 1 nicht sterben wird, weil es nun Left 4 Dead 2 gibt. Es wird weiterhin Updates und neue Inhalte und Werkzeuge dafür geben und Left 4 Dead 2 wird mehr beinhalten, was wir in den nächsten Monaten noch erkennen werden. Er möchte damit nochmal klarstellen, dass der Support für Left 4 Dead 1 natürlich weiter geht und es weiterhin Content- und Tool-Updates dafür geben wird.
Interview mit Chet Faliszek mit Gameplayvideos
Chet Faliszek erklärt, dass die Kampagnen in Left 4 Dead 1 zwar als zusammenhängend geplant waren, aber bei Playtests leider nicht gut ankamen, weshalb sie nicht zusammenhängend veröffentlicht wurden. In Left 4 Dead 2 begleitet man die Charaktere durch ihre Flucht und die Kampagnen erzählen diesmal eine zusammenhängende Geschichte, die auch mehr auf die Charaktere eingehen soll.
Er redet über den Charger, dass er eine ganze Gruppe aufteilen kann und nicht zu unterschätzen ist. Der Spitter vergiftet, spuckt und verlangsamt die Gruppe. Weiters erklärt er auch noch einige Features, warum Left 4 Dead 2 um soviel größer ist, als Left 4 Dead 1.
Welche 5 Gegenstände würde er in einer Zombieapokalypse brauchen, wenn er die Wahl hätte?
A shotgun, and the other 4 to be ammo for the shotgun
Quellen und Links:
Eröffnungsszenen der Swamp-Kampagne (hlportal.de)
Granatwerfer & Co.: Neue Gameplayvideos (hlportal.de)
