Aufgrund der Beliebtheit des Artikels und einem Problem mit einem Plugin, habe ich mich entschlossen den Artikel “Wie besiege ich einen Bossgegner” zu erweitern und auch die 3 Bossgegner aus Left 4 Dead 2 in den Artikel einzubinden. Der somit entstehende Artikel wäre allerdings viel zu lang und unübersichtlich um gelesen zu werden oder um etwas bestimmtes zu finden, deshalb habe ich die Artikel aufgeteilt und überarbeitet.
Ich habe die Artikel in 3 Teile eingeteilt, dieser hier ist der erste Teil mit dem Inhaltsverzeichnis und den allgemeinen Tips und Tricks zum Bekämpfen der Bossinfizierten. Von hier aus gelangt ihr dann zu den anderen beiden Teilen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit den Bossinfizierten, die in Left 4 Dead 1 vorkommen (Boomer, Smoker, Hunter, Witch, Tank) und der 3. Teil geht auf die Bossinfizierten von Left 4 Dead 2 (Charger, Jockey, Spitter) sowie Änderungen der schon existierenden Bossinfizierten ein. Alle Tips für Left 4 Dead 1 gelten natürlich auch für Left 4 Dead 2, außer es ist extra erwähnt. Natürlich gelangt ihr von den Artikeln auch wieder zum Inhaltsverzeichnis zurück.
Falls ihr Fehler entdeckt (in erster Linie spieltechnische Fehler) oder ihr meint, dass ich eine gute Taktik vergessen habe zu erwähnen, schreibt es mir bitte in den Kommentaren, ihr müsst euch dazu nicht anmelden oder registrieren. Ich würde mich über euer Feedback freuen =)
Inhaltsverzeichnis
Allgemeine Tips und Taktiken
Allgemeine Tips und Taktiken für L4D2
Bossinfizierte in L4D
Boomer
Smoker
Hunter
Tank
Witch
Bossinfizierte in L4D2
Charger
Jockey
Spitter
Unterschiede zu L4D1
In Left 4 Dead kommen einem ja nicht nur die “normalen” Zombies entgegengelaufen, sondern man muss auch regelmäßig gegen die Bossgegner kämpfen. Jeder dieser Gegner hat seine eigene Taktik anzugreifen, und deshalb muss man als Überlebender entsprechend kontern. Welche Taktik am besten gegen welchen Gegner hilft, dass versuche ich hier herauszufinden und zu erklären. Im folgenden Beitrag behandle ich alle 8 Bossgegner: Boomer, Smoker, Hunter, Tank und die Witch sowie Charger, Jockey und Spitter. Je nachdem, in welchem Schwierigkeitsgrad man spielt, ist es natürlich auch schwerer bzw. leichter die Bossgegner zur Strecke zu bringen. Die Schwierigkeitsangaben sind somit relativ zu betrachten. Im Versus-Modus ist das ganze noch etwas verschärft, da die Bossmonster nicht “typisch” reagieren. Zum Beispiel spawnen die Bossinfizierten im Coop-Modus meist schon früher, noch bevor sie angreifen, während im Versus die Infizierten von Menschen gespielt werden und diese oft nach dem Spawnen gleich angreifen. Man hört die Infizierten somit nicht so gut.
Anmerkung: Mit Attackierdistanz ist jene Distanz gemeint, aus der ein Bossmonster die Überlebenden anfallen und attackieren kann. Die Kampfdistanz ist jene Distanz, in der die Bossmonster mit den Überlebenden nach der Attacke kämpfen. Zum Beispiel kann ein Hunter aus einer großen Entfernung sein Opfer attackieren, kämpft danach allerdings nur direkt auf dem Opfer mit ihm – bis ein anderer Überlebender ihn tötet.
Mit “schlagen” oder “stoßen” ist die Sekundärattacke gemeint, die man mit jedem Objekt machen kann (standardmäßig auf MOUSE2 = rechte Maustaste).
Allgemeine Tips und Taktiken
Türen schließen
Eine der hilfreichsten Dinge in Left 4 Dead sind geschlossene Türen. Wenn ihr welche passiert habt, schließt hinter euch jede Türe. So kann ein Bossmonster euch schwerer verfolgen und ihr gewinnt wertvolle Zeit, falls eine Zombiehorde auf euch loshetzt. Hab ihr Nebenzimmer durchsucht (oder auch nicht), schließt auch hier die Türen. Wenn ein Boomer euch überzieht, spawnen die Zombiehorden auch in den Nebenräumen, selbst wenn es nur ein kleiner Schrank ist, den ihr schon durchsucht habt. Geschlossene Türen halten sie sehr gut zurück und man kann durch sie hindurch die Infizierten viel leichter eliminieren.
Türen öffnen
Im Versus-Modus ist es nicht immer ratsam alle Türen zu schließen. Da hier die Bossinfizierten auch von echten Menschen gespielt werden, können sie an taktisch viel klügeren Orten spawnen und somit aus heiterem Himmel plötzlich vor oder meist hinter einem auftauchen. Wenn man zum Beispiel kurze Zeit in einem Raum ausharren muss, dann sollte man hier versuchen, den Bossinfizierten möglichst wenig Chancen zu geben, nahe zu spawnen. Zum Beispiel im ersten Haus auf der 1. Map im Film “Blood Harvest”: Hier gibt es einen Nebenraum, in dem die Bossinfizierten nicht mehr spawnen können, sobald die Tür offen ist – und man auch entsprechend positioniert ist. Vor allem, wenn von vorne gerade eine Horde einströmt könnte dieser Raum für die Bossinfizierten sehr nützlich sein um einen Kameraden auszuschalten. Im Versus-Modus gelten also leicht abgeänderte Regeln, die man nicht unbeachtet lassen sollte!
Pipebombs richtig nutzen
Rohrbomben sind für normale Infizierte und nur gegen diese wirklich nützlich. Vor allem sind sie zu gebrauchen, wenn Zombiehorden an blöden Stellen im Spiel auf einen zugerannt kommen. Sei es, dass alle Teammitglieder mit Gallenflüssigkeit überzogen wurden oder einfach der Platz taktisch ungünstig ist, mit der Rohrbombe kann man sich eine große Anzahl an Zombies vom Leib halten. Bossmonster laufen ihr nicht hinterher, für sie – vor allem gegen den Tank – eignen sich die Molotow Cocktails dafür besser.
Allerdings kann man auch bei Pipebombs Fehler machen. Einer der größten Fehler liegt darin, die Pipebomb möglichst weit von sich wegzuschmeißen, damit die Horde hinterher hetzt. Das ist aber eine ziemlich schlechte Idee, zwar rennt die Horde dann für kurze Zeit von den Spielern weg, sobald die Pipebomb aber in der Ferne explodiert ist, ohne viele Zombies zu killen, weil die ja erst hinrennen hätten müssen, kommen die Zombies ja wieder zurück. Besser ist es, die Pipebomb recht nah zu werfen und zwar so, dass die Zombies nicht den Weg verstellen. So gelangen alle Zombies in naher Umgebung rechtzeitig zur Pipebomb und explodieren dann auch.
Mit etwas Glück kann eine Pipebomb allerdings auch ein Leben retten. Es gibt in den Kampagnen einige Stellen, wo man nicht mehr hoch kommt oder zurücklaufen kann (z.B.: Kanal in No Mercy Map 3). An diesen Stellen können Bossinfizierte den letzten Überlebenden festhalten und töten. Hat zum Beispiel ein Smoker oder Hunter den letzten Überlebenden an dieser Stelle festgehalten und man kann den Smoker mit der Waffe nicht erschießen, so hilft eine Pipebomb vielleicht. Schafft man es sie nah genug an den Bossinfizierten explodieren zu lassen, taumelt der kurz und lässt sein Opfer los welches sich schnell in Sicherheit bringen und zu den übrigen Überlebenden laufen kann.
Schneller ist besser
Umso länger ein Überlebender von einem Bossmonster gefangen gehalten und bearbeitet wird, umso mehr Schaden nimmt dieser. Sind seine 100HP abgelaufen, liegt er am Boden und man muss ihm nach dem Umbringen des Bossmonsters aufhelfen. Dazu kommt noch, dass er nach dem Aufhelfen Blut verliert und immer langsamer wird. Um das zu verhindern müsst ihr einfach schauen, dass ihr eure Kameraden so schnell wie nur möglich aus den Fängen der Bossmonster befreit. Das geht am besten durch Schlagen und Stoßen (Sekundärattacke). Ist das Vieh erstmal vom Mitspieler herunten, kann man sich darum kümmern und ihm den Gar aus machen. Versucht man es mit aller Kraft runterzuschießen, obwohl man gleich daneben hockt, verliert der Kollege wertvolle Lebenspunkte, es dauert einfach länger. Also einfach hinlaufen, währenddessen vielleicht schießen, und das Ungetüm von seinem Mitspieler herunterstoßen.
Traue deinen Ohren
Ein wichtiger Bestandteil von Left 4 Dead ist die Musik und die Geräusche. Diese geben nämlich wichtige Informationen preis, wenn man weiß, was sie bedeuten. Oft kann man einen Boomer durch eine Wand hindurch erschießen, weil man ihn dahinter rülpsen hört. Auch ein Hunter und ein Smoker kündigen sich markant durch ihre Geräusche an und an vielen Stellen kann man einen Tank schnaufen hören, bevor er noch angreift, sodass man sich absprechen kann, wie man ihn umbringen will.
Aber man erkennt die Infizierten nicht nur anhand ihrer Geräusche, wer die Musik deuten kann, der weiß, mit welchen Infizierten er in den nächsten Sekunden zu rechnen hat. Sowohl in den Kampagnen als auch im Versus werden die Bossinfizierten nämlich durch eigene Melodien “angekündigt”. Diese klingen zwar recht ähnlich, aber mit etwas Übung kann man noch vor dem Spawnen eines Hunters sagen, dass selbiger gleich auftauchen wird. Die Melodien befinden sich bei den jeweiligen Infizierten unten im Artikel. Immer, wenn man diese Melodie im Spiel hört weiß man, dass gleich der entsprechende Bossinfizierte spawnen wird. Hört in einem Versus-Spiel mal genau hin, wenn eine Runde beginnt wiederholen sich diese Melodien zu Beginn ständig, noch bevor man den Saveroom aufmacht.
Wer also gut spielen will – vor allem im Versus-Mode – der sollte auf keinen Fall auf den Ton verzichten. Es ist essentiell für gute Spieler genau hinzuhören und so Gegnern ausweichen zu können noch bevor man sie sieht.
Laufen, schießen, schlagen… und wieder laufen
In Left 4 Dead ist es wichtig, in Bewegung zu bleiben. Verharrt man zu lange an einem Fleck, sinken die Überlebenschancen recht schnell, vor allem im Versus-Modus. Deshalb ist es wichtig, sich auch in brenzligen Situationen einen Weg durch die Zombies zu bahnen. Jeder Überlebende, der von Zombies eingekreist ist und sich deshalb gerade nicht weiterbewegt sondern in aller Ruhe herumschießt ist ein leichtes Ziel für einen Hunter und der kann mit einem guten Sprung schon 25HP wegnehmen, noch bevor er zum Kratzen anfängt. Auch wenn man angeboomt wurde, ist das kein zwingender Grund an der Stelle zu verharren, gerade für diese Situation ist diese Taktik wichtig.
Um die Technik anwenden zu können, muss man allerdings die Maps halbwegs gut kennen, da man sich oft rückwärtslaufend bewegt und wissen muss, wo man hinläuft, damit man nicht hängen bleibt. Wurde man also angeboomt oder versucht man einfach einigen Zombies oder einer ganzen Horde zu entkommen, so muss man zuerst mal laufen. Zombies, die im Weg stehen, bremsen, also entweder umschießen oder im Vorbeilaufen wegschlagen. Zombies laufen immer schneller als man selber, deshalb ist es wichtig, sich im Lauf umzudrehen und dabei rückwärts weiter zu laufen. Danach stoßt man die verfolgenden Zombies von sich weg, schießt vielleicht auf sie und dreht sich wieder um um weiter zu laufen.
Das Ganze wiederholt man so lange, wie man es benötigt. Es ist allerdings nicht so leicht, wie ich es hier beschrieben habe, um wirklich gut voranzukommen benötigt man etwas Übung und gutes Timing. Wenn man es aber kann, hat man einen entscheidenden Vorteil und gelangt schnell und sicher über die Karten.
Benzinkanister, Gasflaschen und Sauerstoffflaschen
Auf diese Dinge stößt man während dem Spiel immer wieder und oft werden sie einfach liegen gelassen oder ignoriert. Der Benzinkanister ist jedoch einer der nützlichsten Gegenstände, die man finden kann. Man kann ihn mitnehmen und sehr gut gegen einen Tank einsetzen, vor allem, wenn man keine Molotov-Cocktails hat und/oder weiß, dass gleich ein Tank angreifen wird. Greift ein Boomer an, und diese kommen ja in regelmäßigen Abständen, kann man sich mit dem Kanister eine tolle Wand aus Feuer aufbauen, welche den Großteil der anstürmenden Horde erledigt. Aber auch an Stellen, an die man nicht mehr zurückkommt, können Benzinkanister Leben retten. Bevor man runter springt einfach den Kanister am nächsten potentiellen Spawnpoint oder anderen taktisch guten Stelle entzünden. Selbst wenn ein Infizierter es schafft, den letzten Überlebenden zu greifen hat man jetzt die Chance, dass er noch rechtzeitig verbrennt.
Gasflaschen sind ebenfalls recht praktisch, vor allem gegen Tanks. Wenn ein Tank kommt und ihr eine Gasflasche in der Nähe habt, legt sie so, dass der Tank daran vorbeilaufen muss. Schießt ihr sie dann an, taumelt er für einige Sekunden herum und ihr könnt aus allen Rohren auf ihn feuern. Auch gegen sich versammelte Horden ist die Gasflasche recht praktisch, obwohl sie nicht so effektiv wie ein Benzinkanister ist. Bossinfizierte lassen bei nahen Explosionen ihre Gegner los und taumeln auch kurz in der Gegend herum.
Die Sauerstoffflasche ist oft etwas unbeliebt, da sie beim Anschießen erst zu zischen beginnt und erst nach einigen Sekunden explodiert. Sie hat bei der Explosion aber ähnlich Eigenschaften, wie die Gasflasche.
Allgemeine Tips und Taktiken für L4D2
Alle oben erwähnten Tips und Taktiken funktionieren auch in Left 4 Dead 2 und sollten beachtet werden. Es gibt jedoch einige weitere Tips und Tricks, die man für Left 4 Dead 2 wissen sollte, da es hier teilweise etwas anders zugeht.
Türen schließen
Geschlossene Türen bieten zwar auch hier guten Schutz und Zombies brauchen auch hier einige Zeit, bis sie die geschlossenen Türen zerstört haben, allerdings helfen sie nicht gegen alle Bossinfizierten. Ein Spitter kann zum Beispiel vor eine geschlossene Tür spucken, der Teppich aus Spitter-Schleim breitet sich unter der geschlossenen Tür hinweg auch auf die andere Seite aus und man nimmt Schaden, wenn man nicht schleunigst rausläuft. Eine geschlossene Tür hält also Spitterschleim nicht ab!
Außerdem bieten geschlossene Türen keinen Schutz vor Chargern, diese können nämlich mit etwas Anlauf einfach durch die Tür durchbrechen. Das sollte man vor allem auf “Dead Center” gleich auf der ersten Karte nicht vergessen. Wiegt euch nicht in falschem Schutz, weil die Tür geschlossen ist. Ein Charger kann dennoch durchbrechen und euch in die Tiefe chargen, wenn ihr Pech habt.
Schneller ist besser
Wie oben schon erwähnt ist es wichtig, den Bossinfizierten zuerst von seinem Kameraden runterzubefördern und anschließend zu killen, damit er in der Zwischenzeit keinen Schaden anrichten kann. Bei Left 4 Dead 2 ist jedoch besondere Vorsicht geboten, da die Bossinfizierten hier etwas gewiefter sind. Stößt man einen Hunter von einen Überlebenden runter, macht dieser oft eine Rolle und kann danach sofort wieder auf sein Opfer springen, ohne sich neu aufladen zu müssen. Am besten ihr stoßt den Hunter danach gleich nochmal und schießt dann erst auf ihn. Eine gute Taktik ist folgende: runterstoßen, stoßen, schießen, stoßen, schießen... bis er erledigt ist. Das gleiche gilt auch für den Jockey.
Der Charger ist eine kleine Ausnahme, er ist der einzige Bossinfizierte, den man nicht stoßen kann. Also man kann ihn schon stoßen, nur macht ihm das nichts aus. Einen Charger muss man immer erschießen oder mit der Melee-Waffe attackieren, damit er euren Kameraden loslässt. Stoßen bringt hier absolut nichts!
Noch ein wichtiger Punkt: Die Melee-Waffe ist zwar toll zum Umbringen der Bossinfizierten, aber nicht zum Befreien eurer Kameraden. Sitzt ein Hunter auf eurem Freund, dann schubst ihn zuerst runter bevor ihr eure Melee-Waffe einsetzt. Greift ihr ihn mit der Melee-Waffe zuerst an, passiert wieder dasselbe wie oben beschrieben: es vergeht Zeit in der ein Hunter euren Freund verletzt. Auch wenn es eine Nahkampfwaffe ist, der Angriff schubst den Bossinfizierten nicht von eurem Kollegen runter.
Bile-Jars richtig nutzen
In Left 4 Dead 2 gibt es als weiteres Wurfgeschoß die Boomerkotze im Glas, mit denen man die Zombies praktisch mit ihren eigenen Waffen schlagen kann. Die Boomerkotze ist sehr effektiv um große Horden und viele Zombies für etwas längere Zeit an einen bestimmten Ort zu lenken. Die Wirkung der Kotze hält länger an, als die der Pipebomb, der entscheidende Nachteil ist allerdings, dass die Kotzbombe den Zombies – sofern sie nur auf den Boden geworfen wurde – nicht schadet. Schmeißt man sie auf Zombies oder Bossinfizierte, so greifen die nicht getroffenen, normalen Infizierten sie an.
Schmeißt man sie am Boden und die Meute versammelt sich rund herum, so sollte man diese auch irgendwie eliminieren, denn sobald die Wirkung nach einigen Sekunden nachlässt, hetzt die Horde auf euch los. Also entweder das Feuer eröffnen oder mit den Nahkampfwaffen angreifen oder die Boomerkotze in Kombination mit einem Molotov-Cocktail, Granatwerfer oder anderen zombieschadenden Mitteln verwenden. Man kann die Boomerbile allerdings auch prima für den Endspurt oder als schnelle Ablenkung nutzen. Trennt euch zum Beispiel nur noch eine offene Fläche voller Zombies vom Saferoom, dann einfach den Boomerkotz-Behälter auf die Seite schmeißen und über den nun freien Weg in den Saferoom sprinten. Man kann den Kotzbehälter aber auch anders effektiv nutzen: Schmeißt ihn ins Feuer und die Zombies verbrennen, schmeißt ihn beim Hochhaus oder bei der Brücke runter, die Zombies stürzen in den Tod.
Die Boomerbile ist eine gute Waffe gegen den Tank oder andere Bossinfizierte, auch im Versus. Da sich alle nahen Zombies um den getroffenen scharen und diesen angreifen, kann er sich viel schwerer fortbewegen und kann zu Beginn auch kaum etwas sehen. Die Zombies machen zwar nur wenig schaden, aber viele Zombies, von denen jeder wenig Schaden macht, teilen auch ganz schön aus. Ein Tank mit einer Horde um sich geschart kommt auch nicht mehr so leicht voran und muss sich auch um die Zombies kümmern. Allerdings dürft ihr dabei nicht vergessen: Sobald die Wirkung der Boomerkotze verfliegt, attackieren die Zombies wieder euch!
Achtung: Wenn euch ein Boomer angekotzt hat, bringt die Boomerkotze im Glas recht wenig. Wenn ihr sie am Boden schmeißt ist sie nutzlos, da die Zombies dennoch euch angreifen, trefft ihr einige Zombies, so stürzen sich zwar die übrigen Infizierten auf diese, erledigen sie aber auch ziemlich schnell und greifen danach gleich euch wieder an. Spart euch lieber die Boomerkotze und schmeißt eine Pipebomb oder einen Molotov, diese helfen in so einer Situation.
Laufen, schießen, schlagen… und wieder laufen
Hier ist diese Taktik sogar noch wichtiger als in L4D1, da die Zombies einen sofort stark verlangsamen, sobald sie zuschlagen. Man muss also darauf achten, dass die Biester nicht zuhauen können, damit man immer in Bewegung bleiben kann. Erschwerend kommt hinzu, dass die Zombies hier auch noch so fies sind und um einen herumzulaufen versuchen. Man sollte sie also nicht zu nahe kommen lassen, damit man sie nur von vorne und hinten abwehren muss. Sehr praktisch bei dieser Taktik sind vor allem Pumpguns, weil diese starken, nahen Streuschaden machen und es in diesem Fall recht egal ist, dass man während dem Laufen schlechter zielt. Auch die Melee-Waffen sind hier sehr nützlich, das man die Zombies nicht nur wegschubst sondern auch gleich zur Strecke bringen kann.
Schlag-, Stich-, Schneide-… Melee-Waffen (und die Desert Eagle)
In Left 4 Dead 2 gibt es sogenannte Melee-Waffen, die man sich anstelle der Pistolen nehmen kann. Die Pistolen waren in Left 4 Dead 1 die einzige Alternativwaffe, wenn man zum Beispiel keine Munition mehr hatte oder selbige nicht verschwenden wollte. Gegen normale Zombies sind sie recht nützlich, vor allem, weil man mit den Pistolen auch auf große Distanz sehr genau treffen kann. Das macht die Pistolen zu einem sehr guten Verbündeten vor allem, wenn man als Primärwaffe eine Nahkampfwaffe wie eine Pumpgun verwendet. So kann man sich um die Zombies in der Nähe mit der Pumpgun kümmern und gezielte Treffer weiter weg landen.
Durch Melee-Waffen wie einem Baseballschläger oder der Axt dreht sich das ganze Spiel um. Mit ihnen kann man sehr nahe Zombies (sogar in großen Mengen) den Gar aus machen und als Primärwaffe wäre eine AK47, Scar oder die M16 sehr nützlich bzw. ein Gewehr. Allerdings sind alle Waffen unterschieldich, grob eingeteilt gibt es 2 verschiedene Arten von Melee-Waffen: gute und bessere.
Zu den normalen Melee-Waffen zählen: Baseballschläger, Cricketschläger, Tonfa (= Schlagstock), Pfanne, Gitarre, Brecheisen, Golfschläger. Zu den besseren Melee-Waffen zählen: Axt, Machete und das Katana (= Samureischwert). Dabei haben alle Waffen unterschiedliche Eigenschaften, wie zum Beispiel Schlagfrequenz, Schadenspunkte, Reichweite und die Anzahl der Gegner, die man mit einem Schlag gleichzeitig trifft. Zum Beispiel ist die Tonfa die schnellste aller Nahkampfwaffen während die Pfanne gleich schnell ist wie die Machete und sogar mehr Schadenspunkte hat, jedoch nicht so viele Zombies gleichzeitig treffen kann.
Achtung: Mit einer Melee-Waffe kommt man gerne in Versuchung einen auf einem Teamkameraden sitzenden Hunter, Jockey oder Smoker anzugreifen. Auch hier gilt die Regel: Zuerst schubsen, dann angreifen. Oft kann man einen Bossinfizierten mit einem Axthieb töten, allerdings muss der Bossinfizierte schon etwas angeschlagen sein dafür. Deshalb auch hier zuerst herunterschubsen, damit der Infizierte keinen Schaden mehr anrichten kann, dann mit der Melee-Waffe töten. (Ausnahme ist wie oben erwähnt der Charger)
Kann man gut mit einer Melee-Waffe umgehen und sich auch schnell bewegen, dann kann man sie effektiv gegen einen Tank einsetzen. Zwar dauert es auch etwas, bis der Tank zu Fall gebracht wird, jedoch macht ein Katana oder eine Axt schon ordentlich Schaden gegen einen Tank. Ansonsten müsst ihr euch entscheiden, mit was ihr besser kämpfen könnt. Wollt ihr lieber mit Pistolen auch weiter entfernte Zombies oder Bossinfizierte euch vom Leib halten oder kämpft ihr lieber ganz nah mit euren Feinden? Eure Entscheidung!
Eine weitere alternative zu den Pistolen bietet die Desert Eagle. Diese starke Pistole hat zwar nur 8 Schuss (anstatt 30 Schuss der Dual-Pistols), aber die sind dafür sehr stark. Normale Infizierte haut die Wumme mit einer Kugel um und auch Bossinfizierte sterben nach ein paar Bleiperlen. Sie eignet sich hervorragend für gute Schützen denen die Pistolen zu schwach sind. Zudem entfaltet die Desert Eagle ihre volle Stärke, wenn man als Überlebender am Boden liegt. Selbst wenn man 2 Pistolen im “Stand” hatte, kann man als am Boden Liegender nur eine davon verwenden. Da die Desert Eagle, wie schon erwähnt, um einiges mehr Feuerkraft hat, wird sie am Boden zu einem tollen Lebensretter.
Einen besonderen Platz nimmt die Kettensäge ein. Sie zählt zwar auch zu den Melee-Waffen, ist jedoch nur begrenzt benutzbar, da sie Benzin verbraucht. Sie ist mit Abstand die stärkste Melee-Waffe, wenn auch nicht so handlich. Sie benötigt etwas Zeit um zu starten, läuft sie jedoch einmal ist sie eine tolle Waffe gegen große Horden und Bossinfizierte. Dreht man sich mit laufender Kettensäge in die Richtung, aus der ein Bossinfizierter angreift, haben diese meist kaum Chancen ihren Angriff durchzubringen. Dem Smoker wird die Zunge abgesägt, der Hunter und der Jockey werden dabei zerfleischt, lediglich der Charger kann durch seine Attacke evtl. einen Treffer landen. Boomer und Spitter natürlich auch, aber ihre Angriffe sind primär nicht mit “Körperkontakt” verbunden.
Ist das Benzin alle, wirft der Charakter die Kettensäge weg und hat seine Pistole wieder. Bei der Kettensäge sollte auch auf Friendlyfire geachtet werden, da sie hohen Schaden verursacht. Außerdem lockt das laute Ding auch die normalen Infizierten an, weshalb man sich gut überlegen sollte, ob und wie man die Kettensäge einsetzen will.
